„Siebdruck“ – was ist das?

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„Siebdruck“ – was ist das?
„Siebdruck“ – was ist das?"

Siebdruck einfach erklärt!

1. Geschichte – wer erfand den Siebdruck?

2. Was versteht man unter Siebdruck?

3. Siebdruck – einfach erklärt

4. Welche Probleme bringt der Siebdruck mit sich?

5. Warum sollten Sie sich für den Siebdruck entscheiden?


In diesen Blogbeitrag um das Thema „Siebdruck“ möchten wir Ihnen das Druckverfahren im Wesentlichen erläutern. Gehen Sie mit uns auf eine Zeitreise, erfahren Sie Zusammenhänge und lassen Sie sich die positiven Eigenschaften dieser viel angewandten Drucktechnik in der Werbewirtschaft von uns näher bringen.


Geschichte – wer erfand den Siebdruck?

Der Siebdruck ist eines der frühesten und damit bekanntesten Druckverfahren. Bereits im asiatischen Raum (China und Japan) wurden typografische Elemente auf Stoffen mittels Siebdruck vervielfältigt. Hierzu dienten Schablonen für ein mehrfarbiges Druckergebnis. Die hier angewandten Schablonen (Siebe) bestanden aus Seide oder sogar Menschenhaar. Der aufstrebende Handel im 17. Jahrhundert brachte diese Drucktechnik nach Südeuropa, wo diese Methode zu diesem Zeitpunkt seine Bestimmung zuallererst nicht als Kommunikationstechnik, sondern Handwerksgruppen zur Stoffveredlung diente.

Erst mit Anfang der 30er Jahren im 20. Jahrhundert, wurde der Siebdruck in den USA als Vervielfältigungstechnik zur Kommunikation genutzt. Aufsehen erregte die Serigrafie (künstlerische Form des Siebdrucks), mit der Kunstform der Pop-Art. Berühmte Vertreter der Popart waren bspw. Roy Lichtenstein und Andy Warhol. Nach 1950 wurde dieses Druckverfahren industriell genutzt. Die Möglichkeit den Druck für viele Bedruckstoffe (Porzellan, Stoffe, Papier, Kunststoff u.v.m.) und auf verschiedensten Formen anwenden zu können, macht den Siebdruck zu einem der beliebtesten Veredelungsverfahren für allerlei Produkte des täglichen Bedarfs in der Werbeartikel-Branche.

Was kann man via Siebdruck bedrucken?

Schauen Sie sich einmal Zuhause um und Sie werden feststellen, dass Sie den Siebdruck auf vielen Werbegeschenken, wie beispielsweise auf Tassen, Aufklebern, Kugelschreibern, Thermobechern, Anhänger und Bändern, Werbetextilien und vielen Werbepräsenten mehr finden werden.


Was versteht man unter Siebdruck?

Der Siebdruck weist verschiedene Varianten auf. Jedoch beinhalten diese Variationen gemeinsame Merkmale:

Das zu druckende Bild wird durch eine Farbschablone begrenzt
Die Druckform weist eine Sieb- oder Schablonendruckform auf
Farbdurchlässige Druckelemente = zu druckendes Bildmotiv, Farbundurchlässige Sperrschicht = nichtdruckende Elemente
Mittels Rakel wird die Druckfarbe auf den Bedruckstoff übertragen
Der Bedruckstoff kann verschiedenartig geformt sein und muss nicht zwangsläufig plan liegen


Warum heißt Siebdruck, Siebdruck? Welche Varianten gibt es?

Seinen Namen verdankt dieses viel verwendete Druckverfahren der Werbemittelindustrie seinem Trägermaterial – dem Siebdruckgewebe.

Wie zuvor erwähnt, sind die Anwendungsgebiete dieser Drucktechnik sehr vielfältig. Die wohl häufigste Variante des Siebdrucks ist der Textildruck. Diese Bezeichnung werden Sie bei Werbemittel24.com häufig dort finden, wo Sie Werbetextilien wie Baumwolltaschen, Bekleidung wie T-Shirts oder Poloshirts mit Ihrer Werbebotschaft oder Ihrem Logo bedrucken lassen möchten.


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Das Siebdruckverfahren – einfach erklärt

Die schematische Darstellung verdeutlicht die Anwendung des Druckverfahrens. Der Siebdruck, besteht aus einem Rahmen (3) (der sowohl flexibel als auch starr sein kann) welcher mit einem Gewebe bespannt ist. Dieses Material wird mit einer lichtempfindlichen Kopierschicht versehen und mit einem Film (2), welcher die Druckinformationen enthält, fotografisch mittels UV-Licht (1) belichtet. Die Druckform besteht nun aus farbdurchlässigen Stellen (11) (Druckmotiv = wo KEIN LICHT einzelne Stellen NICHT ausgehärtet hat) und farbundurchlässigen Stellen (10) (Nicht druckende Bereiche = wo das LICHT EINTRAF und die Schicht aushärtete).

Die Bereiche, welche nicht vom Licht ausgehärtet wurden, werden ausgewaschen. Nachdem die Druckform eingespannt wurde, wird mittels eines Gummirakels (5), die Farbe durch die offenen, unbelichteten Stellen (11) mittels Druckkraft auf den Bedruckstoff (7) übertragen. Überflüssige Farbe wird dabei an den Rand der Druckform (die sogenannte Farbruhe) befördert und für den nächsten Druckvorgang verwendet.

Welche Sieb-Druckformen gibt es und wo werden diese verwendet?

Es gibt verschiedenen Siebdruckgewebe und Qualitäten (8, 9). Sie unterscheiden sich nicht nur im Material, sondern vor allem im Durchmesser, der Gewebefeinheit. Je breiter der Faden, desto kleiner die Maschenöffnung (8, 9).

Aus der Anzahl der Fäden pro Zentimeter kann die Siebfeinheit abgeleitet werden. So gibt ein Gewebe mit der Zahl 80 ein Gewebe mit 80 Fäden/cm an. Im Allgemeinen liegt die übliche Anzahl der Fäden zwischen 70 und 180. Bei Druckaufträgen auf Papier werden üblicher Weise 120 Fäden/cm eingesetzt.

Als Leitlinie kann man sagen, je feiner der Bedruckstoff ist (wie beispielsweise bei Papierprodukten wie Notizbüchern oder Flaschenetiketten für Getränke), umso feiner das Sieb mit Fäden ausgestattet sein muss.


Welche Probleme bringt der Siebdruck mit sich?

Wenn Sie bei Werbemittel24.com einmal Ihre Wunschprodukte im Siebdruckverfahren (Direktdruck, Textildruck, Transfersiebdruck und ähnliches) drucken lassen haben, dann wissen Sie, dass die Motive nicht allzu fein sein dürfen, um erkennbar zu bleiben. Auch der Hinweis, dass Verläufe mit diesem Verfahren nicht ermöglicht werden können, haben Sie evtl. schon einmal von Ihrem persönlicher Werbeartikel-Berater erfahren.

Parameter für die Problembildung im Siebdruck bilden die eingesetzten Materialeigenschaften (Beschaffenheit des Bedruckstoffs, die Gewebespannung, die Farbeigenschaften, der Rakelschliff, etc.). So sind Wolkenbildung (Gewebe kann sich nicht sofort aus dem gedruckten Farbfilm lösen und bleibt in der gedruckten Farbe „hängen“), erhöhter Absprung der Gewebespannung (was zu unsauberen Druckergebnissen an den Kanten führt), Schmieren (ausfließen dünnflüssiger Farbe oder zu hohem Rakeldruck), schlechte Übertragungsergebnisse (bedingt durch zu dickflüssige Farbe) gängige Probleme, denen sich unsere Hersteller stellen müssen.


Warum sollten Sie sich für den Siebdruck entscheiden?

Mit der Verfahrenstechnik des Siebdrucks erhalten Sie ein relativ haptisches Druckergebnis. Denn durch den stärkeren Farbauftrag, ist Ihre Werbebotschaft bzw. Logo deutlich fühlbarer, als bei anderen Verfahrenstechniken im Druck. Diese positive Eigenschaft steht jedoch in Abhängigkeit der Siebfeinheit, der verwendeten Druckfarbe und der Art und Stärke der „Schablonen“.

Des Weiteren ist die Opazität (Deckkraft der Farbe), sowie die Leuchtkraft der Farbigkeit der druckenden Elemente stärker gegeben.


Ihr Werbemittel24.com-Team


Quellen:

Böhringer, J., Bühler, P. & Schlaich, P. (2011). Kompendium der Mediengestaltung: Produktion und Technik für Digital- und Printmedien (X.media.press): Bd. II (5. Aufl. 2011 Aufl.). Springer.

Wikipedia-Autoren. (2003, 6. Februar). Siebdruck. https://de.wikipedia.org. https://de.wikipedia.org/wiki/Siebdruck